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Moon Festival
Diese kleinen Kuchen nennt man Mooncakes und werden...
ayurlie - September 27, 21:26

Kulinarisches

Sonntag, 27. September 2009

Moon Festival

mooncakeDiese kleinen Kuchen nennt man Mooncakes und werden traditionell zum "Mid- Autumn Festival" (auch Moon Festival genannt) gegessen. Jedes Jahr am 15. Tag des achten Monats, im Mondkalender, wird dieses Fest gefeiert. Dieses Jahr faellt es auf den 03. Oktober. Gefeiert wird dieser Tag mit Tanzen, Essen und zum Mond aufschauen. Natuerlich duerfen die kleinen Mooncakes nicht fehlen.
Diese gibt es in verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen. Auf dem Foto seht ihr einen der meist verschenkten und teuersten Mooncakes. In der Mitte findet man meist ein salziges Eigelb (steht fuer den Mond) und drumherum ist eine Lotuskernpaste. Die Paste schmeckt suess.
Es gibt hier in Guangdong ca. 200 verschiedene Sorten von Mooncakes. Weitere Geschmacksrichtungen sind z.B. Mooncakes gefuellt mit Taropaste, suesse Bohnenpaste, 5 verschiedene Samen und Kerne, Salz und Pfeffer (da wird eine Paste aus schwarem Sesam hergestellt) oder sehr beliebt in Thailand, Singapur und Malaysia sind Mooncakes gefuellt mit Durian. Diese Kuchen sind meist alle sehr, sehr suess und wahre Kalorienbomben. Deshalb gibt es heutzutage nun auch die etwas schlankeren Versionen.
Diese etwas moderneren Kuchen sind heute aus Taro (Suesskartoffel) gemacht und haben dadurch eine lila Farbe. Aber es gibt auch Fuellungen mit Kaffee, gruenem Tee , Schokolade, Schinken, Melone, Lychees, Zwetschgen etc. Mittlerweile habe ich auch welche aus Eiscreme gesehen. Diese "moderneren" Varianten sind meist Ballaststoffreicher und mit weniger Zucker gebacken.

Ich wuensche Euch allen ein "Happy Moon-Festival"!!!

Freitag, 28. August 2009

Tisch- & Esskultur

Wie wir alle wissen, ist es in China ueblich mit Staebchen zu Essen. Leider faellt das nicht immer so leicht, wie es bei den Einheimischen aussieht. Gerade zu Beginn, ist man als Laie doch beim schnappen der Lebensmittel, sehr ungeschickt. Oftmals passiert es, dass die Koestlichkeit die man gerade an den Mund fuehrt, kurz vor seinem Ziel auf dem Tisch oder der Hose landen. Aber wie mit allem, Uebung macht den Meister. Und falls es ueberhaupt nicht gelingen sollte, so kann man auch nach einer Gabel oder einem Loeffel fragen. In den meisten Restaurants ist unser Besteck auf Anfrage erhaeltlich.

Hat man es dann endlich geschafft das Stueck Fleisch, Fisch oder Shrimp in den Mund zu befoerdern, stoesst man schon auf das naechste Hinderniss. Wir Westler sind es gewoehnt, Fleisch ohne Knochen und Fett zu essen. Im Fisch gibt es hoechst selten Graeten. Geschweige essen wir Shrimps mit Schale. Schaut man dem Chinesen dabei zu, stellt man sehr schnell fest wie geschickt doch das Fischfleisch von den Graeten befreit (im Mund) wird oder die Schale von den Krabben. Die Reste werden ohne Scheu auf den Tisch gespuckt. In besseren Restaurant oder wenn Auslaender am Tisch sitzen wird es in den Teller gespuckt. Die aeltere Generation spuckt die nicht gewollten Essensreste ungeniert auf den Boden. Fuer uns ist das sehr gewoehnungsbeduerftig. So wird auch beim Essen laut geschmatzt, was das normalste auf der Welt hier ist.
Wobei sich allerdings die Einheimischen wundern und es abstossend finden wenn wir uns am Tisch die Nase putzen.

Wenn man mit Chinesen zum Essen geht, glaube ich manchmal, das schon aus Absicht die exotischten Gerichte bestellt werden. Selbstverstaendlich ist auch immer etwas dabei was uns nun nicht so fremd vorkommt und wir auch moegen. Oft passiert es, dass der Gastgeber aus Hoeflichkeit einem das Essen auf den Teller legt. Natuerlich bekommt man "nur" das Beste vom Besten, wie z.B. einen Fischkopf (und das ist noch harmlos). Tja, was tun? Ein wenig darin rumstoechern und irgendwie klappt das alles nicht so mit den Staebchen (ihr seht, das kann auch seine Vorteile haben) und dann wenn der Kopf zerfleddert auf dem Teller liegt, widmet man sich den Dingen zu, die man gerne Essen und probieren moechte.

Wir Westler haben ja eine gesunde Portion Neugier, was das Essen betrifft, aus anderen Laendern. Ich finde, wir sind da sehr, sehr offen verglichen mit dem Asiaten. Denn, was hier als Unhoeflich gilt wenn man wenigstens nicht probiert, wurde von mir festgestellt, das sich der Chinese, wenn er zu Besuch in Deutschland is(s)t, sehr wohl weigert, das zu Essen was ihm auf dem Teller serviert wird.

Donnerstag, 20. August 2009

Dim Sum...

...sind koestliche kleine Leckereien aus der kantonesischen Kueche, im Sueden Chinas.
Traditionell isst man die kleinen Haeppchen zum Fruehstueck und trinkt Tee dazu. Deshalb servieren schon viele Restaurants oder Teehaeuser ab 5 Uhr morgens diese Leckereien. Eigentlich waren frueher Dim Sums nie eine Hauptmahlzeit, sonder eher Snacks. Mittlerweile aber hat sich das geaendert und viele Kantonesen, speziell in Hong Kong, gehen mit der ganzen Familie am Wochenende Mittags zum Dim Sum Essen.
Die Restaurants bieten eine Vielzahl von verschiedenen Gerichten, diese koennen u.a. sein: suesse Hefebroetchen die mit roter Bohnenpaste oder Eigelb gefuellt sind, breite Reisnudeln gefuellt mit Gemuese, Fisch oder Fleisch, Klebreis umwickelt mit einem Lotusblatt, kleine transparente Teigtaschen aus Reismehl mit verschiedenen Fuellungen wie z.B. Shrimps, Tofu oder Weisskraut. Kleine gedaempfte Wasserkastanien Kuchen oder auch Taro Kuchen. Auch gibt es frittierte Gerichte wie: Tintenfisch, Fruehlingsrollen oder gerollten Tofu. Gerne wird auch dazu Congee (Reissuppe) gegessen.
DimSum11
DimSum2
DimSum3

Eine weitere Besonderheit beim Dim Sum Essen ist das Tee trinken. Die Tassen duerfen nie leer sein und wenn jemand die Teekanne nimmt, schenkt er erst allen am Tisch sitzenden ein und zum Schluss sich selber. Einzigartig ist, wie demjenigen gedankt wird der den Tee ausschenkte. Es wird mit dem Zeigefinger und Mittelfinger auf die Tischkante geklopft waehrend einem Tee eingegossen wird. Eine sehr nette Geste.

Die Bestellung mancher Dim Sum Gerichte ist nicht immer ganz so einfach. Jedes Teehaus oder Restaurant hat neben den Standards auch seine Besonderheiten und Spezialitaeten. Diesen werden dann Fantasienamen gegeben wie z. B. Phoenix Baelle oder Drachen Koestlichkeit. Da steht also nicht einfach gedaempfte Shrimps umwickelt in hauchduennem Reismehlteig oder Fruehlingsrollen gefuellt mit Gemuese. Daher bedarf es immer vieler Erklaerungen was sich nun hinter solchen Namen verbirgt.

DimSum4
links seht ihr Hefebroetchen gefuellt mit suessem Eigelb und rechts gefuellt mit suessem Schweinefleisch

Montag, 17. August 2009

Wuxiang Jizhua

Sehr beliebt und oft bestellt werden in China Huehnerfuesse. Am Anfang war es immer etwas befremdlich sowas auf dem Tisch und vor der Nase zu haben, aber mit der Zeit gewoehnt man sich daran. Allerdings muss ich schon zugeben, das es lange dauerte bis ich zum erstenmal diese Krallen probierte.

So schlecht schmecken diese Teile gar nicht. Eigentlich ist es nur Haut, ein wenig Fettschicht und Knochen. Nichts wovon man davonlaufen muesste. Aber taeglich moechte ich diese "Koestlichkeit" nun auch nicht serviert bekommen.

Vielleicht gibt es ja den Einen oder Anderen der gerne mal etwas exotisches seinen Gaesten vorsetzen moechte. Hier ein Rezept dazu:
  • 10 Huehnerfuesse
  • 1/2 l Huehnerbruehe, 2 EL Reiswein, 2 EL Sojasosse
  • 3 Fruehlingszwiebeln, 3 cm Stueck Ingwer, 2 Knoblauchzehen
  • 20 gr. Sternanis, 10 gr. Sichuan Pfefferkoerner, 8 Nelken
  • Prise Zucker
  • Oel zum Frittieren
  • Sesamoel zum Abschmecken
  • Koriandergruen und/oder frischen Chilli
      Huehnerfuesse abspuelen und von den Krallen befreien, laengs einschneiden. Ingwer in duenne Scheiben schneiden und die Fruehlingszwiebeln in 5 cm lange Teile schneiden. Oel in einem Wok oder tiefen Pfanne erhitzen und die Huehnerfuesse darin frittieren bis diese goldbraun sind. Fuesse herausnehmen und abtropfen lassen.
      Alle Zutaten nun in eine Kasserolle geben und bei mittlerer Hitze erhitzen. Sobald es zum kochen anfaengt auf die kleinste Stufe runterschalten und ca. 2 Std. koecheln lassen. Auf jeden Fall so lange bis die Huehnerfuesse weich sind.
      Herausnehmen, auf einem Teller anrichten mit Sesamoel betraeufeln und mit Koriander garnieren.

      Dim-Sum-Huehnerfuesse

Sonntag, 16. August 2009

Mutig? Oder besser doch nicht!

Ein immer wieder grosses Thema im Ausland, das Essen.
Hier in China bedarf es bei so manch kulinarischen Genuessen einfach nur Mut diese zu probieren. (Beruhigend das es nicht nur mir alleine so geht.) Schnell stellt man dann fest, dass das ein oder andere gar nicht so schlecht schmeckt, obwohl es schon sehr ungewoehnlich fuer unseren Gaumen ist.
Nun, ich denke den meisten von Euch faellt als erstes ein, da werden doch Hunde und Katzen gegessen. Vielleicht erinnert Ihr Euch auch davon gehoert zu haben das ausserdem Schlangen und so manch anders Krabbelgetier verspeist wird. Stimmt alles, und es wird noch viel mehr gegessen, woran ich noch gar nicht gedacht hatte bevor ich hier gelandet bin.
Deshalb moechte ich Euch in "Kulinarisches", so nach und nach, quer durch China fuehren und aufzeigen was fuer eine vielfaeltige Kueche dieses Land hat. Dabei wird des oefteren das Motto gelten: Mutig? Oder besser doch nicht!
Markt-Genuesse
Was darf es sein?? Schlange oder doch lieber Vegetarisch?

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Online seit 6149 Tagen
Zuletzt aktualisiert: November 2, 20:45

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